Das Bumerang-Buch

 

 

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Das Buch ist als Taschenbuch, als Hard-Cover-Buch und als E-Book erhältlich.

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ISBN  978-3-7431-3323-5

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ISBN  978-3-7460-9514-1

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Hier einige Auszüge:

Bumerangs? Klare Sache. Das sind die Dinger, die in Australien erfunden worden sind. Die Ureinwohner haben sie dort zur Jagd benutzt.

Es ist auch klar, wie man mit einem Bumerang jagt. Man wirft ihn, schnell rotierend, in einen Vogel-Schwarm. Dort trifft er einen Vogel, sagen wir, ein Hühnchen. Dasselbe wird augenblicklich getötet. Der Bumerang schneidet sich tief in das Fleisch ein, kehrt also mit samt dem Hühnchen zum Jäger zurück. Nun ist klar, dass durch die gemeinsame Rotation von Bumerang und Hühnchen eine enorme Luftreibung entsteht, die in Wärme umgewandelt wird. Man kennt das von den Sternschnuppen, die durch die Luftreibung am Himmel verglühen. Also wird das Hühnchen während des Fluges gegrillt und kann anschließend als 'Broiler am Bumerang-Spieß' verspeist werden.

Das und vieles mehr sind die unglaublichen Geschichten, die um den Bumerang kreisen. Ein wenig zu der Frage nach Märchen und Wahrheit erfahren Sie in diesem Buch.

Vielleicht denken Sie, Spielen sei nur etwas für Kinder. Das stimmt aber nicht. Ohne den Spieltrieb des Menschen gäbe es keine Erfindungen und keinen Fortschritt. Also bewahren Sie sich in jedem Alter ein wenig vom Spieltrieb, der Neugier und der Unbefangenheit eines Kindes!

Ich habe versucht, dieses Buch nach bestem Wissen und Gewissen zu schreiben. Ich bin Physiker und Mathematiker, ein sogenannter Wissenschaftler also. Trotzdem gibt es so viele Fehler und Irrtümer, vor denen ich genauso wenig sicher bin wie jeder Kanalarbeiter. Wir sind auch heute der letzten Erkenntnis nicht viel näher als der erste Höhlenmensch. Bleiben Sie bitte immer kritisch, hinterfragen Sie alles, probieren Sie es aus und vertrauen Sie am Ende immer nur Ihrer eigenen Erfahrung, denn nur von ihr wissen Sie wirklich, dass sie stimmt! Und genau genommen wissen Sie nicht einmal das.

Es ging mir immer darum, den Bumerang-Sport zu fördern und zu verbreiten, dem Publikum die Freude zu vermitteln, wie es sich anfühlt, wenn man etwas wegwirft, das dann zurückkehrt. Alle in diesem Buch vorgestellten Bumerang-Modelle sind meine Kreationen, ich alleine habe alle Rechte daran. Daher kann ich sie freigeben für jede Form der Nutzung, sei es privat oder kommerziell. Es geht mir nicht um den Profit, sondern um den Bumerang-Sport. Mein Verständnis von Forschung und Entwicklung ist es, dass sie dem Nutzen aller dienen sollen, ohne von Lizenz-Rechten behindert zu werden.

Ich möchte abschließend etwas zu einem persönlichen Highlight sagen.

Es war in der Nacht vor der 10. Deutschen Meisterschaft vom 4. auf den 5. August 1989. Der bekannte ehemalige deutsche Meister Thomas Hartmann und der damals eher unbekannte Fridolin Frost, später allerdings mehrfacher Europa- und Weltmeister, haben bei mir zu Hause übernachtet. Wir haben uns die halbe Nacht mit Zimmer-Bumerangs beschäftigt und immer wieder neue Formen ausprobiert.

Spätestens in dieser Nacht ist mir klar geworden, wie viel Spaß man mit Zimmer-Bumerangs haben kann.

Ich hoffe, dass dieses Buch zu Diskussionen, Anregungen und möglichst viel Kritik anregt. Ich möchte daraus lernen und bald eine verbesserte Neu-Auflage herausgeben, damit dann aus dem 'Pamphlet' ein vernünftiges Buch wird.

 

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Das DDR-Buch

 

 

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Das Buch ist als Taschenbuch, als Hard-Cover-Buch und als E-Book erhältlich.

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Das Taschenbuch hat einen Laden-Endpreis von 17,99 EUR.

ISBN  978-3-8192-2555-0

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Das Hard-Cover-Buch hat einen Laden-Endpreis von 28,99 EUR.

ISBN  978-3-7597-7938-0

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Hier einige Auszüge:

Den Sommerurlaub 1961 verbringe ich mit meinen Eltern in Mörbisch am See in Österreich. Ich bin sieben Jahre alt. Auf dem Neusiedler-See müssen wir immer aufpassen, nicht versehentlich nach Ungarn in den Ostblock abgetrieben zu werden. Die Grenze verläuft mitten durch den See.

Am Sonntag, dem 13. August 1961, erwischt es uns dann. Ost- und West-Berlin sind in der Nacht durch eine Mauer getrennt worden. Wir erfahren das morgens im Radio. Zwei Stunden später sind die Koffer gepackt, mittags geht es mit dem kleinen Lloyd 600 zurück nach Berlin, in eine ungewisse Zukunft. Niemand weiß, was passieren wird. Die Nachbarn in dem Dorf halten uns für verrückt, jetzt nach Berlin zu fahren.

Doch die Sachlage ist bei uns eine Besondere. Ich lebe zwar offiziell bei meinen Eltern in West-Berlin, gehe dort auch zur Schule, doch praktisch verbringe ich meine Kindheit bei meinen Großeltern in Ost-Berlin, in Pankow, direkt am Schlosspark, keinen Kilometer vom Amtssitz des Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, entfernt.

Angekommen in Berlin führt uns der erste Weg zur Bornholmer Brücke. Sie muss ich immer überqueren, um zu meinen Großeltern zu gelangen. In den Seitenstraßen stehen amerikanische Panzer. Wir warten und hoffen auf den Einsatzbefehl. Aber, anders als gut ein Jahr später in Kuba, passiert nichts.

Nach einigen Tagen ist klar, dass die Mauer einstweilen bleiben wird. West-Berliner dürfen nicht mehr nach Ost-Berlin einreisen, Bundesbürger aber schon. West-Berliner gelten in den Augen der DDR quasi als staatenlos, West-Berlin wird als „besondere politische Einheit“ bezeichnet.

Somit ist klar, dass wir west-deutsche Pässe brauchen, koste es, was es wolle. Es ist von existenzieller Wichtigkeit, jederzeit nach Pankow zu meinen Großeltern fahren zu können.

Der nächste Weg führt also zur Polizei. Dort versichert man uns, dass die Bundesrepublik ein großes Interesse daran habe, private Verbindungen nach Ost-Berlin aufrecht zu erhalten. Die Lösung des Problems sei ein zweiter, fiktiver Wohnsitz im Bundesgebiet und ein west-deutscher Reisepass mit dieser Adresse.

Meine Mutter hat einen Bruder in Husberg bei Neumünster, wir kennen also Neumünster ganz gut. Die Polizei schlägt uns daher als Adresse die dortige Ehndorfer Straße 269 vor, ein recht anonymes Neubauhaus, wo ein zusätzlicher Briefkasten nicht weiter auffällt.

Mitte November haben wir dann neben unserem kleinen, grauen west-berliner Personalausweis auch einen großen, grünen west-deutschen Reisepass. Unser Angriff auf die Mauer wird auf Buß- und Bettag, den 22. November 1961, angesetzt. Das ist im Westen ein Feiertag, im Osten aber nicht. Niemand weiß etwas von der ganzen Aktion, auch meine Großeltern nicht.

Ich muss noch Einiges auswendig lernen. Ich wohne in der Ehndorfer Straße 269, ich gehe in die Faldera-Schule in der Franz-Wiemann-Str. 8, auf meinem Schulweg kreuze ich die Bogenstraße. Andere Dinge, die etwas mit West-Berlin zu tun haben, darf ich auf keinen Fall wissen, falls mich jemand an der Grenze danach fragen sollte, z.B. was der Funkturm ist oder wo Tempelhof liegt, da wohne ich zwar, aber niemand darf es wissen.

Am 22. November um 7:00 Uhr stehe ich mit meiner Mutter am Grenzübergang Bornholmer Straße. Wir sehen jede Menge Panzersperren. Die Passkontrolle findet gleich auf der Brücke im Freien statt, alles geht gut. Wir dürfen weitergehen und überqueren eine inzwischen auf der Straße aufgemalte weiße Linie, die offenbar den exakten Grenzverlauf markiert, einige Meter vor dem S-Bahn-Eingang Bornholmer Straße. Am Ende der Brücke steht ein umgebauter Straßenbahn-Wagen der Linie 3 für die übrigen Kontrollen wie Taschenkontrolle und Leibesvisitation. Es ist alles noch sehr improvisiert.

Gegen 9:00 Uhr ist es geschafft. Wir sind in Ost-Berlin. Die Mauer ist bezwungen. Für mich ein für alle Mal. Fortan wird sie für lange Zeit wie selbstverständlich zu meinem Leben gehören. Ein Leben als Grenzgänger zwischen den politischen Welten.

Mit dem 22. November 1961 und dem fingierten Wohnsitz in Husberg bei Neumünster beginnt für mich ein Doppel-Leben mit allen seinen Geheimnissen. Das bezieht sich nicht nur auf die Grenze und die Zeit in Ost-Berlin, dort ist es natürlich besonders wichtig, nichts Falsches zu sagen. Aber auch in West-Berlin sollen möglichst wenige Leute von der ganzen Sache wissen. Ganz Berlin ist damals noch viel mehr als heute ein Tummelplatz für Agenten jeder Art und jeder Seite.

Im öffentlichen Raum, das ist für mich im Westen die heutige Paul-Klee-Grundschule in der Konradinstraße nahe dem Attila-Platz in Tempelhof, spreche ich also überhaupt nicht von Ost-Berlin, meinen Verwandten oder darüber, was ich außerhalb der Schule so mache. Mir fällt das nicht schwer, denn ich habe in der Schule auch später niemals Freunde, das beginnt erst später an der Universität.

In Ost-Berlin wissen nur meine Großeltern von der fingierten Adresse in West-Deutschland, nicht einmal die anderen Verwandten, weil das viel zu gefährlich wäre. Einige sind schließlich sogar recht eng mit dem DDR-Staat verbandelt.

Es gibt noch eine dritte Geschichte, um in der DDR nicht aufzufallen. Wenn ich in Ost-Berlin unterwegs bin, einkaufen gehe oder mit Fremden in’s Gespräch komme, dann wohne ich eben in der Paracelsusstraße 53 in Pankow und gehe auf die Schule im Stiftsweg, bin also ein ganz normales ost-berliner Kind. Meine Oma gebe ich als meine Mutter aus, das passt sowieso besser, denn sie ist ja nur 36 Jahre älter als ich.

Diese ganze Geheimniskrämerei belastet mich aber in keinster Weise, im Gegenteil, es macht mir einen Riesenspaß, alle zu verarschen.